Brand im Kleingartenhaus in Traiskirchen am 13.07.2019


Der Aufmerksamkeit eines Nachbarn und einem Heimrauchmelder verdankt ein Wohnungsmieter in Traiskirchen sein Leben. In der heutigen Nacht auf dem 13. Juli 2019 brannte es in einem Kleingartenhaus, einer abgelegenen Gartensiedlung, im Gemeindegebiet von Traiskirchen (Bezirk Baden). Als der Brand im Bereich der Küche im Erdgeschoss ausbrach, schlief der Hausbewohner bereits.
Brand im Kleingartenhaus - Nachbar und Rauchmelder werden zum Lebensretter!Nach Mitternacht wurde ein Nachbar auf das Alarmgeraeusch eines ausgeloesten Heimrauchmelders aufmerksam und hielt mit einer Taschenlampe Nachschau. Als er dann einen Brand im Kleingartenhaus wahrnahm, verstaendigte er sofort ueber Notruf 122 die Feuerwehr. Er wusste zu diesem Zeitpunkt nicht ob der Mieter ueberhaupt zu Hause ist. Aufgrund des bereits starken Brandrauches war es ihm gar nicht mehr moeglich ins Haus zu gelangen.
ueber die Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale Baden wurde die oertlich zustaendige Freiwillige Feuerwehr Traiskirchen-Stadt, sowie laut Alarmstufe B2 auch die FF Wienersdorf zu einem Wohnungsbrand alarmiert. Als das erste Fahrzeug der FF Traiskirchen-Stadt am Einsatzort in der Gartensiedlung eintraf, sahen die Feuerwehreinsatzkraefte den Bewohner der zwischenzeitlich anscheinend durch Klopfen des Nachbarn und der Alarmsirene wach wurde, nur mit Pyjama bekleidet auf der Terrasse des Grundstueckes stehen. Sofort wurde dieser von den Feuerwehrleuten in Sicherheit gebracht und den ebenfalls eintreffenden Rettungsdienst des Arbeiter-Samariterbundes Traiskirchen uebergeben. Zeitgleich lies der Feuerwehreinsatzleiter einen Atemschutztrupp mit einer Loeschleitung ins Haus vorgehen.
Die nachrueckenden Kraefte der FF Traiskirchen-Stadt, sowie der FF Wienersdorf stellten weitere Atemschutzgeraetetraeger und leuchteten die Einsatzstelle aus. Der Brand im Erdgeschoss, im Bereich der offenen Kuechenzeile, konnte rasch von der Feuerwehr geloescht werden. Umgehend wurde auch das total verrauchte Gebaeude von einem weiteren Atemschutztrupp auf moegliche Personen und einer vermissten Katze mittels Waermebildkamera durchsucht. Es befanden sich zum Glueck keine weiteren Personen im Wohnhaus. Die Rettungskraefte brachten den Mieter mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital.
Aufgrund der massiven Brandgasse verstarb die Katze, die von den freiwilligen Feuerwehrleuten nur mehr leblos im oberen Stockwerk des Gebaeudes aufgefunden werden konnte. Fuer die Belueftung bzw. Entrauchung des Objektes setzte die Feuerwehr zwei Hochleistungsluefter ein. Vor allem durch den Brandrauch entstand betraechtlicher Sachschaden. Es standen zwei freiwillige Feuerwehren mit 41 Feuerwehrleuten im naechtlichen Einsatz. Die Polizei nahm die ersten Ermittlungen bezueglich Brandursache vor Ort auf. Der Feuerwehreinsatz endete gegen 02:30 Uhr.
Die Feuerwehr moechte auf diesem Weg erneut auf die Wichtigkeit bzw. Sinnhaftigkeit von Heimrauchmelder im Privatbereich hinweisen. Wie man aufgrund dieses Vorfalles sieht, kann damit Leben gerettet werden. Die Kosten von solch Heimrauchmeldern sind heutzutage schon sehr gering und es gibt diese auch in Kombination mit CO-Meldern.
Bericht: Stefan Schneider BFK Baden
Fotos: © Anton Judt FF Traiskirchen-Stadt u. Stefan Schneider BFK Baden
FF Traiskirchen-Stadt; FF Wienersdorf

























































Beitrag erstellt am 13. Juli 2019
Stefan Schneider


