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Einsatzübung Windpark Pottendorf 23.03.16

Am Mittwoch den 23. März 2016 führte die Freiwillige Feuerwehr Pottendorf eine Einsatzübung unter dem Thema „Notfallplan" bei der neu errichteten Windparkanlage Pottendorf durch.

Erste Einsatzübung im Windpark Pottendorf

Die Einsatzübung gliederte sich in zwei Teile (Theorie u. Praxiseinheit), welche unter der Unterweisung und Einschulung durch die Fachfirmen Fa. Ökoenergie, Enercon, Wien Energie und Wiener Netze durchgeführt wurde.

„Das richtige Verhalten bei Brandfall u. Menschenrettung":
  • in der „Gondel" (diese befindet sich in einer Höhe von 135 Metern wo die gesamten technischen Anlagenteile zur Stromerzeugung verbaut sind),
  • im „Inneren", am Fuße des Turmes (hier befinden sich sämtliche Schaltschränke)
  • in der Trafostation (steht in unmittelbarer Nähe des Turmes bei den Anlagen 3,6, und 11. Bei allen anderen Anlagen ist der Trafo in einem Brandschutzmodul im Turm Fuß integriert). Dabei wurden die Einsatzkräfte insbesondere auf die erhöhte Explosionsgefahr, sowie die daraus entstehenden giftigen Gase hingewiesen.
Die theoretische Unterweisung "Richtiges Verhalten bei Menschenrettung und im Brandfall" im Turmbereich bzw. in der Gondel fand zuvor im Feuerwehrhaus satt. Dabei wurden alle erhöhten Sicherheitsmaßnahmen für die Einsatzkräfte durchbesprochen, eine richtige und sichere Rettung, sowie die korrekte Lagerung einer verunglückten Person (bei einem Hängetrauma - Orthostatischer Schock)

Nach der theoretischen Unterweisung ging es sofort in die Praxis. Dabei wurde eine Einsatzübung in der Anlage Nummer 5 durchgeführt.

Die Eckdaten zu der Anlage
: Gesamthöhe 185 Meter, Nabenhöhe 135 Meter, Rotordurchmesser 101 Meter, Leistung 3.000 kW.

Vorort wurden alle sicherheitstechnischen Maßnahmen nochmals durchbesprochen, der Flucht - und Rettungsplan begutachtet und die erforderliche Rettungsausrüstung kontrolliert.

Es gibt im Ernstfall zwei Möglichkeiten um in die Gondel in 135 Meter zu gelangen. Zum einen über den Aufstieg der seitlich montierten Aufstiegsleiter (Dauer des Aufstieges für geübte Sportler ca. 25 Minuten). Und zum Zweiten über eine elektrische Aufstiegshilfe (Transportkorb) welche jedoch im Brandfall nicht zu benutzen ist.

Mehrere Kameraden wagten im Beisein des Unterweisungspersonals den Aufstieg zur Gondel in 135 Meter Höhe. Am höchstgelegenen begehbaren Punkt des Windrades wurden wir über die verbauten Bauteile und Funktionsweise aufgeklärt. Weiteres konnten die Rotorblätter, Nabenhöhle, Rotorwelle usw. besichtigt werden.

Wer von den Kameraden Innen „noch Lust hatte" konnte nach dem Aufstieg in 150 Meter Höhe auf die Außenseite der Rotornabe einen imposanten Blick Richtung Pottendorf und Umgebung werfen.
Nach ca. 5 Stunden konnte diese einzigartige Einsatzübung positiv abgeschlossen werden.


Quelle: Kdt. HBI Adolf Pfingstl FF Pottendorf

FF Pottendorf


Beitrag erstellt am 25. März 2016
Stefan Schneider