Feuerwehrschule wird zum Sicherheitszentrum
Die Landesfeuerwehrschule in Tulln, zentraler Ausbildungsort für die Feuerwehr, wird zum niederösterreichischen Feuerwehr- und Sicherheitszentrum. Damit einher geht, dass künftig alleine die Feuerwehr für Ausbildung und Kurse zuständig ist.
NÖ Feuerwehrschule wird zum Sicherheitszentrum Die Landesfeuerwehrschule gibt es bereits seit den 50er-Jahren. 2006 erfolgte der Neubau. Bisher war aber nicht nur die Feuerwehr fuer die Ausbildung und die Ausrichtung von Kursen zustaendig, sondern es gab verschiedene Kompetenzen, etwa bei einzelnen Abteilungen des Landes. Nach mehreren Verhandlungsrunden folgt nun eine Umstrukturierung. Die Landesfeuerwehrschule wird zum niederoesterreichischen Feuerwehr- und Sicherheitszentrum.
Mehr als 23.000 Helfer wurden vergangenes Jahr in Tulln ausgebildet
Ausserdem wird derzeit am Gelaende des kuenftigen Sicherheitszentrums ein Containerterminal fuer Katastropheneinsaetze errichtet. Das sei ein „ganz einfaches, aber gutes System", sagt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (oeVP): Alle Geraetschaften, die man fuer Einsaetze brauche, sind in Containern gelagert. Im Ernstfall werden diese mit einem Container geliefert und die Mannschaften aus den verschiedensten Bezirken haetten bereits „das perfekte Geraet vor Ort".
Alleine im Vorjahr wurden in Tulln mehr als 1.000 Kurse mit mehr als 23.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern abgehalten - nicht nur fuer die Feuerwehr, sondern auch fuer andere Organisationen wie das Bundesheer, die UNO oder den Zivilschutzverband. Auch fuer diese ist kuenftig die Feuerwehr zustaendig. Die offizielle Umbenennung der Landesfeuerwehrschule und die aenderung in der Organisation werden noch im Maerz erfolgen.
„Das bedeutet, dass vor allem der Inhalt der Feuerwehrausbildung kuenftig ausschliesslich beim Landesfeuerwehrkommandanten liegt und das Land Niederoesterreich weiterhin die Kosten fuer das Personal und die Infrastruktur stellt", erklaert Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner sagt, man wolle die Schule neu ausrichten: „Mit dieser aenderung wird die Feuerwehrausbildung zur Gaenze dem Landesfeuerwehrkommandanten, also der Feuerwehr direkt uebertragen. Das wiederum bringt bessere Kompetenzen fuer den Einsatz des Ausbildungspersonales im neuen Feuerwehr- und Sicherheitszentrum. Beispiel: Neue Kursangebote, attraktivere Lehrgangszeiten, anrechenbare Erwachsenenausbildung bis hin zur derzeit in Ausarbeitung befindlichen Disponentenausbildung fuer das neue Alarmierungssystem ELKOS, das gemeinsam mit dem Bundesministerium fuer Inneres installiert wird. Durch diese Neuausrichtung bekommt der Noe Landesfeuerwehrverband, der immerhin 1.714 Feuerwehren mit 99.000 Mitgliedern vertritt, jedenfalls erheblich mehr Einfluss auf die Ausbildung. Zudem soll der Standort Tulln auch bei der Forschung im allgemeinen Brandschutz wissenschaftlich an die Spitze oesterreichs gebracht werden."
Quelle: Noe Landesfeuerwehrverband
Weitere Berichte in den Medien: Heute.at; ORF Noe.at; NoeN.at;
Beitrag erstellt am 03. Maerz 2019
Stefan Schneider

