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Schadstoffeinsatz in Pottendorf am 23.07.2014

Am 23. Juli 2014 gegen 23:00 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Pottendorf vom diensthabenden Leitstellendisponenten der Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale Baden zu einem Schadstoffeinsatz mit dem Lagebild „ Vermutlicher Kohlenmonoxyd Austritt mit regungsloser Person" alarmiert.

Herausfordernder Schadstoffeinsatz mit regloser Person in Pottendorf
Beim Eintreffen an der Einsatzstelle wurde die bewusstlose Person, welche sich bereits im Freien befand, durch die ebenfalls alarmierten Rettungskraefte des Roten Kreuz Landegg erstversorgt.

Nach Ruecksprache des Feuerwehr-Einsatzleiters Feuerwehrkommandant Adolf Pfingstl mit der Gattin der verunglueckten Person, war dieser mit Kunststoffbeschichtungsarbeiten bei geschlossenen Fenstern im Keller beschaeftigt. Ein stark beissender und aetzender Geruch drang aus dem Wohnhaus. Da durch die hohe Konzentration von Loesungsmittel Explosionsgefahr bestand, wurde die Einsatzstelle grossraeumig abgesichert und eine entsprechende Beleuchtung sowie ein vorbeugender Brandschutz aufgebaut. Da sich laut Aussage der Hausbewohner noch Tiere im Haus befanden, wurde ein Atemschutztrupp mit der Erkundung mittels Mehrgasmessgeraet, sowie zur Tierrettung und bergen des Behaeltnis (Kunststoffbeschichtung) beauftragt. Erschwerend fuer den Atemschutztrupp erwies sich, dass sich bei allen Fenstern keine Griffe zum oeffnen dieser befanden sowie mehreren Tueren versperrt waren. Die vermisste Katze konnte gerettet und der Besitzerin uebergeben werden. Nachdem das ca. 30 Liter Behaeltnis durch den Atemschutz-Trupp geborgen wurde, ergab sich ein erneutes Problem fuer alle Einsatzkraefte - da sich auf diesen, die Zusammensetzung und die eventuellen Gefahren - bzw. Sicherheitshinweise sowie die Erste Hilfs Massnahmen leider nur in Rumaenischer Sprache befanden. Nach Eintreffen des ebenfalls alarmierten Notarztes aus Wr. Neustadt wurde die verletzte Person stabilisiert und in das naechst gelegen Krankenhaus eingeliefert.

Nach oeffnung der Fenster, zwecks Querbelueftung , wurde seitens der Feuerwehr ein Druckbelueftungsgeraet in Stellung gebracht um das Gebaeude zu belueften. Dies erwies sich jedoch nicht als zielfuehrend, da die aufsteigenden giftigen Daempfe aus dem Kellerbereich erneut in den Wohnbereich drangen. Nach Ruecksprache mit der Polizei, der Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale Baden sowie der Hausbesitzer wurde ein Betretungsverbot des Objektes bis zum kommenden Tag ausgesprochen.

Am heutigen Donnerstag, dem 24.07.2014, wurde die Freiwillige Feuerwehr Pottendorf neuerlich an die gleiche Einsatzadresse wie in den Nachstunden, zu einem Schadstoffeinsatz von einer privaten Person alarmiert. Nachdem am Vortag ein Betretungsverbot des Wohnhauses nach Austritt von Loesungsmitteln ausgesprochen wurde, waren erneut Messungen mittels Mehrgasmessgeraet erforderlich. Da sich im Wohnbereich bei der Messung keine Schadstoffkonzentration ergab und kein Geruch feststellbar war, wurde das Betretungsverbot aufgehoben. Der Kellerbereich wurde ebenfalls kontrolliert und die aufgetragene Kunststoffbeschichtung war bereits ausgehaertet und abgedampft. Aus Sicherheitsgruenden wurde die Hausbesitzerin ueber die noch herrschenden Gefahren aufgeklaert. (Fenstern im Kellerbereich geoeffnet lassen und wenn moeglich diesen die naechsten Tage nicht zu betreten).

Bericht: HBI Adolf Pfingstl FF Pottendorf u. Stefan Schneider BFK Presseteam
Fotos: © Freiwillige Feuerwehr Pottendorf

Presseaussendung der Landespolizeidirektion Noe

Weitere Informationen finden Sie hier:   FF Pottendorf


Medienberichte:  NoeN.at, ORF Noe.at,

Beitrag erstellt am 24. Juli 2014
Stefan Schneider, Presseteam BFK