Seilwindenmodul am 29.09.2018 in Möllersdorf

Zu den herausforderndsten Einsatzszenarien einer modernen Feuerwehr, zählen heute schwere Bergungen nach Unfällen. Daher ist es unerlässlich in eine professionelle und intensive Ausbildung zu investieren.
Fortbildung - Seilwinden und schwere Bergungen
Begonnen wurde die Fortbildung mit einer Theorieeinheit im Feuerwehrhaus von Baden - Weikersdorf. Bezirkssachbearbeiter Harald Glanner und Abschnittssachbearbeiter Martin Sinkovits führten durch die Themen: Seilwinden, Anschlagmittel, Materialprüfungen und Sicherheitsvorkehrungen. Ein besonderes Augenmerk wurde in den Vorträgen auf das Thema Sicherheit gelegt. Den Teilnehmern wurde anschaulich vermittelt wie eine Seilwinde funktioniert und wie Unfälle mit den schweren Geräten vermieden werden können.
Nach der Mittagspause trafen sich die Feuerwehrmitglieder wieder in Traiskirchen Möllersdorf. Hier wartete schon ein gut 18 Tonnen schwerer dreiachsiger Lastwagen auf die Feuerwehrmitglieder. Die Aufgabe war schnell klar, der LKW sollte mit den Seilwinden auf die Seite gelegt und im Anschluss wieder aufgerichtet werden. Dazu standen jeweils 4 Fahrzeuge mit Seilwinden von 5 bis 8 Tonnen Zugkraft zur Verfügung.
Doch zunächst mussten die Seilwinden an dem LKW befestigt werden, gemeinsam suchten die freiwilligen Feuerwehrfrauen und Männer einen Weg um die notwendigen Ketten und Rundschlingen zu befestigten. Obwohl man sich kaum kannte, arbeiteten die Feuerwehrmitglieder Hand in Hand und mit viel Vertrauen zusammen.
Nachdem die Seilwinden bereit waren besetzten die Maschinisten die Fahrzeuge und die restlichen Feuerwehrmitglieder verließen die Gefahrenzone. Nun hieß es volle Konzentration und Fingerspitzengefühl. Der Lastwagen wurde mit Hilfe von Zug und Gegenzug sanft hingelegt und - nach einem Fahrerwechsel - ebenso behutsam wieder aufgerichtet.
Da insgesamt 8 Feuerwehrfahrzeuge mit Seilwinde an dem Modul teilnahmen wurde nun getauscht. Die Aufgabe blieb die Selbe, nur waren jetzt andere Fahrzeuge und Maschinisten am Zug. Auch der zweite Durchgang verlief ohne Zwischenfälle, butterweich landete der Lastwagen zunächst auf der Beifahrerseite und dann wieder auf allen 6 Rädern.
Auch beim Versorgen der Ketten, Rundschlingen und Seilwinden arbeitete die bunt gemischte Truppe gut zusammen. Nach einer Feedbackrunde mit den Ausbildern konnte der Lehrgang erfolgreich abgeschlossen werden. Die Einsatzmaschinisten konnten viel Erfahrung sammeln und hilfreiche Tipps und Tricks mit nach Hause nehmen.
Bericht und Fotos: Daniel Wirth, ASB ÖA Baden-Land
Beitrag erstellt am 01. Oktober 2018
ASB ÖA Daniel Wirth

